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7/13/2010

Tonputz versus VOC - Neue Wege zum gesunden Wohnen

Wie die Holzforschung Austria bestätigt, ist ein neuer Meilenstein zum gesunden Wohnen gelungen. Durch Tonputz konnte eine enorme Aufnahme von Giftstoffen aus der Luft erreicht werden. Der früher als wohngesund bekannte Lehmputz blieb in dieser Studie deutlich zurück. Damit kann der Naturbaustoff Tonputz für Allergiker deutliche Erleichterungen und für alle ein angenehmes Wohngefühl bringen.

Kleber, Farben und Lacke stellen im Wohnbereich Quellen für flüchtige organische Verbindungen dar. In hohen Mengen können diese zu Geruchsbelästigungen oder im schlimmsten Fall zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Wandverputze sind für die Regulierung des Raumklimas von großer Bedeutung, da sie nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch andere chemische Substanzen aufnehmen können.

 

Putze dienen nicht nur zur ästhetischen Gestaltung von Wänden, sondern haben auch einen wesentlichen Einfluss auf das Raumklima. Es handelt sich um sogenannte diffusionsoffene, sprich durchlässige Beschichtungen, die in der Lage sind, sowohl Feuchtigkeit, als auch flüchtige organische Verbindungen - sogenannte VOCs (Volatile Organic Compounds) - aufzunehmen, zu speichern und gegebenenfalls wieder abzugeben.

 

In dem im Rahmen eines Innovationsschecks durchgeführten Projektes "Sorptionsverhalten von Tonputz gegenüber VOCs" wurden insgesamt 8 Putzproben des Tonputz-Herstellers EMOTON auf ihr Adsorptionsverhalten hin getestet. Bei vier von diesen Proben wurde auch untersucht, welche der Substanzen bevorzugt die Putzoberfläche wieder verlassen.

 

Resümee
Die durchgeführten Experimente haben gezeigt, dass hinsichtlich des Sorptionsverhaltens von Wandputzen gegenüber VOCs Putz nicht gleich Putz ist. Das Sorptionsverhalten gegenüber polaren Verbindungen ist ausgeprägter als gegenüber unpolaren Verbindungen, letztere önnen aber durch einen Putz mit geeigneter Zusammensetzung (hoher Restfaserschlammanteil, Schlierton) auch bei höheren Temperaturen gut gebunden werden.

 

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen vielversprechende Ansätze zu einer möglichen Reduktion der VOC-Belastung in Innenräumen durch eine geeignete Wahl des Wandverputzes. Harald Weihtrager, Projektleiter der Fa. EMOTON: "Wir haben gezielt an der Verminderung des Schadstoffpegels im gebauten Umfeld gearbeitet. Dass dies nun so beeindruckend gelungen ist, übertrifft unsere Erwartungen."

 

www.emoton.eu

 

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